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Gero von Boehm begegnet… Adam Green

14.11.2005, 22.25, 3sat

Sein Vater hätte ihn am liebsten als Baseball-Profi gesehen, aber offenbar setzten sich andere Gene durch. Adam Greens Urgroßmutter, eine schöne Frau mit poetischen Neigungen, war die Verlobte Franz Kafkas. Gero von Boehm hat den 23jährigen Sänger und Shootingstar im New Yorker Stadtteil Brooklyn besucht. Dort wuchs Green auf, wenn er sich nicht gerade im Hotel seiner Großeltern herumtrieb, in dem jüdische Komiker auftraten. So schnupperte er schon früh Bühnenluft und gründete schon früh eine eigene Band, die „Moldy Peaches“. Als Solo-Sänger wurde er mit Hits wie „Friends of Mine“ und „Emily“ vor allem in Europa populär. In den USA gelten viele seiner Texte als obszön, weshalb die Rundfunkanstalten Adam Greens beste Songs nicht spielen. In diesem Jahr erschien sein Buch „magazine“ im Suhrkamp-Verlag – Aphorismen und lose Notizen eines genauen Beobachters und Sprachfetischisten. Für Gero von Boehm öffnete Green zum ersten Mal die Tür zu seinem privaten Reich, das aus zwölf chaotischen Quadratmetern besteht. Dort und auf Spaziergängen durch Brooklyn erzählt der Sänger von seiner Kindheit , den überbehütenden Eltern, Drogenerfahrungen und ersten Sex-Erlebnissen.