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Gero von Boehm begegnet… Klaus Hoffmann

06.06.2007, 22.25, 3sat

In einem Berliner Musikclub Ende der 60er Jahre hörte Klaus Hoffmann zum ersten Mal Lieder von Jacques Brel und das veränderte sein Leben. Der damals Sechzehnjährige machte gerade eine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann. Eine lange Reise durch Europa und Asien verschaffte ihm den Ausstieg aus dem bürgerlichen Leben und nach seiner Rückkehr bestand er auf Anhieb die Aufnahmeprüfung für ein Schauspielstudium am Berliner Max-Reinhardt-Seminar. Er spielte Theater in Berlin und Hamburg, übernahm Filmrollen und wurde 1976 für die Rolle des Edgar Wibeau in „Die neuen Leiden des jungen W.“ mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Daneben schrieb er immer wieder eigene Lieder, erste LPs kamen auf den Markt, er gab Konzerte und ging 1979 erstmals auf große Deutschlandtournee. Ab Mitte der 80er Jahre widmete er sich mit großem Erfolg nur der Musik, bis er daneben eine weitere Karriere als Autor begann. Sein erster Roman „Afghana“ erschien 2000.

Für seine Brel-Interpretationen erhielt Klaus Hoffmann schon 1978 den Deutschen Kleinkunstpreis. Mitte der 90er Jahre veröffentlichte er zwei Alben mit Arbeiten des Belgiers. Nach vielen eigenen Alben zog es ihn wieder zur Vaterfigur zurück. Jetzt steht er erneut mit Liedern seines großen Vorbildes, dem er nie begegnet ist, auf der Bühne: „Klaus Hoffmann singt Jacques Brel“.