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Expeditionen ins Bierreich

23. Juni 2005, 19.00 Uhr, ARTE

Eine Dokumentation von Martin Ehrmann

Bier hat als Getränk eine ebenso lange Tradition wie Wein und ist eigentlich das kultiviertere Getränk. Denn die Bierherstellung ist viel komplexer, erfordert mehr Wissen. Hopfen, Malz, Hefe, das richtige Wasser – bei so vielen Komponenten kann viel falsch gemacht werden.

Erfunden wurde das Bier von Frauen, vor etwa 6000 Jahren im heutigen Gebiet von Irak und Iran. Perfektioniert haben es europäische Mönche in Laufe der letzten 1000 Jahre und mittlerweile wurde es bis ins letzte Molekül erforscht, vornehmlich an der Brauer-Universität im bayrischen Weihenstephan.

Früher hat Bier sicherlich anders geschmeckt als heute im Zeitalter des Massenkonsums, und nicht wenige Fachleute beklagen das Verschwinden der geschmacklichen Besonderheiten. Weltweit agierende Bierkonzerne schlucken immer mehr Brauereien, die Gefahr der Geschmacksnivellierung droht dem alkoholischen Getränk Nummer 1.

Die Dokumentation blickt in die Sudkessel der letzten brauenden Nonne Europas, besucht die Bier-Universität Weihenstephan, das belgische Trappistenkloster Rochefort und zeigt die vielleicht kleinste vollautomatische Heim-Brauanlage der Welt.